FC RG 17 wird zum Rückrundenstart parat sein

Die Corona-Schutzmassnahmen haben den Amateursport nahezu vollständig lahmgelegt. Seit Montag gelten gemäss den Vorgaben des Bundes folgende Bestimmungen:

  • Fussballtrainings und -Wettkämpfe (ohne Publikum) von Kindern und Jugendlichen bis zum 20. Lebensjahr (Jahrgang 2001 und jünger) im Innen- und Aussenraum dürfen durchgeführt werden.
  • Trainings ab dem 20. Lebensjahr (Jahrgang 2000 und älter) mit Körperkontakt sind verboten.
  • Ab dem 20. Lebensjahr (Jahrgang 2000 und älter) können im Fussball Konditions- oder Techniktrainings ohne Körperkontakt in Gruppen bis maximal 15 Personen (inkl. Trainer/in) im Freien durchgeführt werden, sofern die Anlage geöffnet ist.
  • Wettkämpfe sind für alle ab dem 20. Lebensjahr (Jahrgang 2000 und älter) vorerst untersagt.

Die Sportanlage Kellen wurde von der Gemeinde Goldach wieder geöffnet und die Garderoben sind unter der Einhaltung der entsprechenden Schutzkonzepte der Gemeinde und des FC Rorschach-Goldach 17 wieder zugänglich.

Das Rorschacher Echo wollte deshalb von Olaf Sager, Trainer des 2. Liga-Teams des FC Rorschach-Goldach 17 wissen, wie unter den gegebenen Bedingungen die Vorbereitungsphase für die Rückrunde angelaufen ist. „Wir haben während dem Lockdown individuell trainiert und jeder einzelne Spieler hat sich mehr oder weniger fit gehalten. Zudem haben wir jetzt 2 mal in 5 er Gruppen mit dem Training gestartet. Seit Montag dürfen wir im Freien in 15 er Gruppen unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes trainieren. Noch ohne Zweikämpfe und unter Einhaltung der Schutzkonzepte. Kein einfaches Unterfangen und es braucht einfach viel Flexibilität, was die Trainingsinhalte angeht. Wir können aber an unserer Grundlagenausdauer arbeiten und sehen ein wenig Licht am ende des Tunnels. Die gemeinsamen Trainings bringen wieder eine Abwechslung in unseren Alltag und einfach auch Spass an der Bewegung und an den gemeinsamen Treffen“, so Olaf Sager. „Wir werden die ersten zwei März-Wochen nun 2x wöchentlich auf dem Kunstrasen auf Kellen trainieren und den Körper langsam an die steigenden Anforderungen gewöhnen. Ab dem 15.3. werden wir dann auf die üblichen 3 Einheiten umstellen und die Belastungen steigern. Sollten die Lockerungen planmässig über die Bühne gehen, kann davon ausgegangen werden, dass ab April wieder normal trainiert und gespielt werden darf. Das würde uns die Möglichkeit geben, während drei Wochen Testspiele zu absolvieren um dann am Samstag 17.4.  mit dem Nachtragstermin gegen St. Margrethen wieder in die Saison zu starten. 3 Vorrundenspiele und die Saison wird bis Ende Juni verlängert. So ist es vom OFV bereits geplant und die Spielpläne angepasst worden. Stand heute sind folgende Testspieldaten geplant: Donnerstag 1.4, Dienstag 6.4. und Samstag 10.4.“

14 Rückrundenspiel in knapp 10 Wochen
Olaf Sager gibt sich optimistisch: „Nun gilt es das Beste daraus zu machen und die Vorbereitung so anzupassen, dass wir am 17.4. bereit sind für den ersten Ernstkampf. Normalerweise plane ich 8 fixe Wochen für die Wintervorbereitung ein, nun sind es 7. Leider einfach nur 3 Wochen davon mit Zweikämpfen, Körperkontakt und den doch wichtigen Testspielen. Die Gesundheit der Spieler steht über allem und die Belastung wird mit Beruf und 14 Rückrundenspielen in knapp 2 ½ Monaten sehr hoch sein! Da wird unser ausgeglichener Kader von Vorteil sein und wir werden da sicherlich Lösungen finden und auch genügend Erholungsphasen einplanen.

„Wir wollen die Leader-Position verteidigen“
Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass die Ausgangslage für den FC RG 17 als Tabellenführer (mit einem Spiel weniger) nicht schlecht ist. Zudem ist das 2. Liga-Team des FC RG 17 in dieser Saison noch ungeschlagen. Auf der anderen Seite wissen ja auch fast alle, dass im Amateurfussball der Start in die Rückrunde immer wieder viele Überraschungen bereit hält. Der FC RG 17 hat ja erst vor wenigen Tagen mit dem Transfer von Dejan Janjatovic aufhorchen lassen. Olaf Sager: „Wir hätten unseren Lauf im Herbst gerne bis zur normalen Winterpause durchgezogen. Wir waren gut im Schuss, das Team eingespielt und defensiv sehr solid. Wenn wir in der Corona Krise aber etwas gelernt haben, so ist es aus meiner Sicht flexibel zu bleiben und auch an den kleinen Dingen Freude zu haben. Demzufolge freuen wir uns einfach, wenn die Saison über die gesamte Spielzeit durchgezogen werden kann und wir wieder spielen dürfen. Wir wollen unsere Leader Position verteidigen und werden dafür hart arbeiten und in den Spielen alles geben. Wenn uns das gelingt, sind wir schwer zu schlagen und sicherlich einer von 3-4 Aufstiegsanwärtern!“