Elektro Kuster: 84 Lernende in 33 Jahren ausgebildet

In 33 Jahren verändert sich vieles – sehr vieles sogar. In den vergangenen 33 Jahren haben 84 Lernende eine Lehre beim Goldacher Traditionsunternehmen Elektro Kuster absolviert. Diese hohe Anzahl unterstreicht, dass der Betrieb konsequent auf die Ausbildung junger Fachkräfte setzt. Wie alles hat sich selbstverständlich auch die Lehrzeit stark verändert. Im Interview mit einem der ersten Lernenden und einem aktuellen Lernenden will Elektro Kuster diese Unterschiede erkunden. Dafür stellten sich Roland Mäder (Lernender zwischen 1989 und 993) und David Heller (seit 2017 in der Ausbildung) zur Verfügung:

Roland Mäder heute

Warum hast du dich für die Lehre als Elektroinstallateur EFZ entschieden?
Roland Mäder: Ich hatte damals wie auch heute Freude an technischen Dingen, etwas selbst machen können. Das ich dabei mit den Händen arbeiten konnte war mir wichtig. Die Vielfalt und die Abwechslung beim Beruf Elektroinstallateur finde ich grossartig.

David Heller: Ich war an einem technischen und abwechslungsreichen Beruf interessiert, was der Elektroinstallateur sehr gut getroffen hat.

David Heller

Würdest du dich wieder für diesen Lehrberuf entscheiden? Wenn ja, warum?
RM: Auf jeden Fall, mit einer Ausbildung als Elektroinstallateur hat man einen sehr guten Grundstein gelegt, es stehen alle Türen offen in welche Richtung man beruflich in der Zukunft auch gehen möchte.

DH: Ja, da der Beruf abwechslungsreich ist und man immer wieder etwas Neues sieht und lernt.

Schildere kurz deine wichtigsten Tätigkeiten.
RM: Zu Beginn meiner Lehrzeit wurde ich sehr rasch als Lehrling in die täglichen Arbeiten integriert. Meine Aufgaben umfassten Servicearbeiten, Unterhalt bei Industriekunden aber auch Neubauten. Natürlich stand mir von Anfang an einen «Götti» zur Seite. Dieser zeigte mir Schritt für Schritt den richtigen Umgang und Respekt mit dem Strom.

DH: Eigentlich sind alle Arbeiten von A bis Z wichtig, da bei jedem Arbeitsschritt Fehler gemacht werden können, die langfristig zu einem Problem führen könnten. Beim Einziehen die Isolation eines Kabels  zu beschädigen, kann später Fehler verursachen. Oder aus Unachtsamkeit einen Draht abzubrechen, kann eine Anlage abschalten. Am wichtigsten ist es aber immer, auf die Sicherheit zu achten, da wir mit Strom arbeiten. Auch ist der schulische Teil ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung.

Was denkst du wie hat sich die Lehrzeit früher zur Heutigen unterschieden?
RM: Ich denke, dass früher technischer gearbeitet wurde. Heute so scheint es mir muss ein Elektroinstallateur fast auch noch ein Computerspezialist sein. Die Technik und Elektronik haben diesen Beruf sehr eingeholt, aber auch viele Hilfsmittel und Vereinfachungen gebracht.

DH: Ich denke, man arbeitet heute flexibler, da ich öfters kurzfristig zu einem anderen Kunden oder einer anderen Baustelle gerufen werde. Diese Änderung hat bestimmt auch mit der ständigen Erreichbarkeit durchs Handy mit sich gebracht. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es z. B. früher weniger Präsentationen in der Schule und überbetriebliche Kurse gab.

Findest du, dass deine Lehre eine gute Basis war?
RM: Ja klar, ich bereute bis heute keinen Tag, dass ich mich für eine Lehre als Elektroinstallateur entschieden habe. Es war immer sehr interessant und auch eine Herausforderung. Hier bleibt man nie stehen, der technologische Wandel ist so schnell und machte für mich das Ganze noch interessanter.

Was möchtest du nach der Lehre machen? Was sind deine Zukunftspläne?
DH: Ich möchte nach der Lehre einige Zeit als Elektroinstallateur arbeiten, bevor ich mich dann für eine berufliche Weiterbildung entscheide.

Wie eingangs erwähnt verändert sich in 33 Jahren vieles. Das Teambild entstand 1991 und Roland Mäder ist der zweite von rechts auf der Leiter.