HC GoRo Damen 1: Chance für eine Neuorientierung

Die HandballerInnen des HC Goldach-Rorschach starten an diesem Wochenende wieder mit Ernstkämpfen – vorderhand in Cupwettbewerben. Auf die HC GoRo-Damen warten die STV Willisau-Frauen. Das Spiel findet morgen Samstag ab 16.45 Uhr in der Semihalle Rorschach statt. Für das Damen 1 endete in der letzten Spielzeit der SPL2-Höhenflug. Der neue Trainer Hansruedi Rohner sieht darin aber auch die Chance für eine Neuorientierung. Er hat nachstehenden Bericht so als Einstimmung auf die neue Saison verfasst.

Drei Spielzeiten lang spielte das Damen1 des HC Goldach-Rorschach in der zweithöchsten Liga der Schweiz, machte sich einen Namen und festigte seinen Platz im erweiterten Kreis der besten Schweizer Damen-Handballmannschaften. Mit dem freiwilligen Abstieg sind die drei glorreichen Jahre Geschichte und die ganz spezielle, virusbedingte Situation in diesem Jahr schreit förmlich danach, eine neue Geschichte zu schreiben.

Eine Probetraining liess das sich schnell verbreitende Corona-Virus grad noch zu, dann war Schluss. Die laufende Spielzeit wurde abgebrochen, Hallen schlossen ihre Türen, die Planung einer neuen Handballsaison wurde zu einer echten Herausforderung. Beim neuformierten Team ging es nicht nur darum, die Spielerinnen fit zu halten, sondern auch, die Fähigkeiten jeder Einzelnen einzuordnen, eine wettkampftaugliche Mannschaft zu formen, Einzeltrainings und Trainings in Kleingruppen zu organisieren. Und das alles vor der Ungewissheit, ob und wenn ja, wann überhaupt wieder Handball in Hallen gespielt wird.

Die Vorbereitung auf Wiesen, Kieswegen und Hartplätzen wurde zu einer guten Zeit. Es waren bei Weitem keine optimalen Trainingsbedingungen, die ja vermeintlich so nötig gewesen wären, wenn ein neuer Trainer ein zusammengewürfeltes Team zu einer leistungsstarken Mannschaft formen sollte. Die widrigen Bedingungen wurden einfach akzeptiert, die Spielerinnen haben das Beste daraus gemacht, sind zusammen gerückt und mit der «jetzt erst recht» Mentalität haben sie die ersten, guten Schritte in eine erfolgreiche Vorbereitung gemacht. Corona steht für Leid, ist auch dafür verantwortlich, dass in Rorschach das erste Kapitel einer guten, neuen Geschichte geschrieben wurde.

Als sich die Türen der Sporthallen wieder zaghaft öffneten, Tore aufgestellt wurden und die Bälle nicht mehr in der Wiese oder in den Büschen gesucht werden mussten, dankten es die Spielerinnen, dass man die Wochen davor nicht untätig gewesen war. Der Fitnessstand liess zu, dass die Trainings mehrheitlich Spielelemente mit vielen Balleinheiten beinhalteten. Schnörkelloses, variantenreiches und schnelles Handballspiel soll das Markenzeichen des Damen1 werden. Dazu wird das Team vor dem eigenen Tor nicht nur defensiv spielen, sondern die Gegnerinnen offensiv unter Druck setzen. Viel Bewegung, viel Kampf und viele gemeinsame, gute Aktionen sollen zum Erfolg führen. Im Wissen, dass der Mannschaft kein einfacher Weg bevorsteht, wollen sie nicht abwarten, sondern haben sich für den Schritt nach vorne entschieden. Eine grosse Aufgabe, die nicht immer gelingen wird, aber wenn, dann ist Spektakel garantiert. Die Mannschaft ist sich bewusst, dass sie an den Erfolgen der letzten Jahre gemessen wird und es spricht für dieses Team, dass sie die Herausforderung annehmen will. Wohin der Weg auch führen wird, wie die Geschichte auch endet, Das Damen1 des HC Goldach-Rorschach hat sich in schwierigen Zeiten nicht nur zu einem guten, neuen Team gefunden, sondern ist auch bereit, die Hürden der kommenden 1. Liga-Saison möglichst erfolgreich zu überlaufen.

Handballerischer Lebenslauf zu Hansruedi Rohner: 58-jährig, geboren in St. Gallen, seit 22 Jahren wohnhaft etwas ausserhalb des Dorfes Appenzell. Verheiratet, 2 Kinder (Lea, 18 Jahre, Severin, 20 Jahre). In den Jahren von 2004 – 2017 als Trainer bei der Handballriege des TV Appenzell. Diverse Cupsiege und Regionalmeister-Titel in verschiedenen Junioren- und Juniorinnen- Stufen. Aufstieg mit FU15, FU17 und FU18 in die Eliteklassen. Saison 2008/09 sportlicher Leiter TSV St. Otmar-Frauen SPL1. Saison 2014/15 verantwortlich für die 2. Liga-Mannschaft der Frauen des TV Appenzell. Erfolgreicher Einbau junger Spielerinnen. Von Oktober 2017 bis März 2020 Trainer der 2. Liga-Damenmannschaft des KTV Wil.

Das Beitragsbild oben zeigt (jeweils von links nacht rechts): Hintere Reihe: Trottmann Nadine, Bänziger Corin, Niedermayer Sara und Beck Annina. Mittlere Reihe: Rohner Hansruedi, Novakovic Ines,  Rohner Valerie,  Almasi Zsofia und Fehr Anna. Vordere Reihe: Diethelm Hanna, Bader Célina, Graf Sandra, Bader Jessica, Hadjadj Samira und Bissegger Nadine. Auf dem Bild fehlenKellenberger Malina, Popp Sandra, Popp Rea, Puskar Mirela.

Und zum Schluss noch dies: Die Schutzmassnahmen in Coronazeiten erfordern u.a. in den Hallen das Tragen von Schutzmasken! Es wird abgegrenzte Bereiche für Zuschauer (auch Eltern), Spieler und Offizielle geben. Auch das Contact Tracing wird zur Pflicht! Dafür nutzt der HC GoRo die vom SHV empfohlene App. Zutritt zur Halle erhält nur, wer sich über die App angemeldet hat. Und gewisse Abläufe werden vorgeschrieben sein, um zu vermeiden, dass zu viele Vermischungen stattfinden.