Die Digitalisierung ist im Wahlkampf angekommen

Die erst kürzlich gegründete IG Digital hat die Kandidaten für das Amt des nächsten Stadtpräsidenten etwas in die Zange genommen und folgende Fragen gestellt:

In den aktuellen Legislaturzielen der Stadt Rorschach erscheint das Thema „Digitalisierung“ nicht. Wird sich das mit dir als Stadtpräsident ändern?

Guido Etterlin: Ja das wird es. In der Schule habe ich mit einer äusserst motivierten Arbeitsgruppe die Grundlagenarbeit für unser neues Medienbildungskonzept abgeschlossen und die Stimmbürger haben gerade die beantragte zweite Kredittranche für die neue Informatik-Infrastruktur an der Bürgerversammlung freigegeben. So wie die Industrie an der Industrie 4.0 baut, so werden sich auch die Prozesse in der Verwaltung 4.0 verändern. Vor lauter Digitalisierung dürfen wir aber nicht ausser Acht lassen, dass es auch persönliche Kontakte braucht.

Röbi Raths: Digitalisierung ist ein sehr wichtiges Thema, jedoch wirkt sie als unterstützender Prozess und findet in ganz vielen Bereichen Anwendung. Entsprechend ist es wichtiger, zu prüfen, wie und wo Digitalisierung sinnvoll eingesetzt werden kann.

Was wirst du als Stadtpräsident unternehmen, damit die Menschen und Unternehmen in unserer Region von der Digitalisierung profitieren können?

Guido Etterlin: Es braucht keine Luftschlösser sondern gut durchdachte Projekte. Bei der Infrastruktur haben wir einen Vorteil, weil unsere Stadt dicht und kompakt gebaut ist. Die Technischen Betriebe sind gut gerüstet mit Rohranlagen, die bei Bedarf aktiviert werden können. Für unsere Stadt sehe ich vor allem eine Chance, dass die Digitalisierung neue – bisher nicht bekannte – Arbeitsplätze und -formen schaffen wird. So kann hier eine dynamische Infrastruktur entstehen mit Makerspaces, Coworking-Spaces und Angeboten für Homeoffice-Workers, weil die ja auch wieder mal unter die Leute wollen.

Röbi Raths: Durch gezielte Umsetzung der Digitalisierung können Arbeitsabläufe effizienter und einfacher gestaltet werden. Die Bevölkerung soll dadurch profitieren können, indem sie (zu jeder Zeit) einfach an Informationen kommt und nicht für jede Amtstätigkeit der Gang ins Rathaus nötig wird. Wir müssen die richtigen Fachpersonen mit an Bord holen, um Digitale Potentiale zu erkennen und sinnvoll zu realisieren.

Ist die Digitalisierung für unsere Region Fluch oder Segen?

Guido Etterlin: Der Digitalisierung ist eigen, dass sie eben weder lokal noch regional spielt, sondern Teil des Globalisierungsprozesses ist. Die Digitalisierung wird unsere Gesellschaft weiter verändern. Wir stehen da eigentlich erst am Anfang. Dieser grundlegende Umbau wird neue Arbeitsplätze schaffen und bestehende vernichten. Da gibt es – wie bei allen Veränderungen – Sieger und Verlierer. Als Gesellschaft müssen wir dafür sorgen, dass die Balance einigermassen stimmt.

Röbi Raths: Digitalisierung ist eine Chance, welche man richtig nutzen muss. Einerseits kann sie den Alltag vereinfachen, stellt uns jedoch auch vor neue gesellschaftliche Herausforderungen. Wir dürfen uns jedoch nicht vor dem Thema verwehren, sondern gemeinsam den richtigen Weg finden.

Die Antworten des Kandidaten Beat Looser werden – sobald sie vorliegen – nachgeliefert.




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