Schicksalhafte Erlebnisse als Extrembergsteiger

„Stephan Siegrist – vertical path“ als Live-Multimediavortag gibt es am Mittwoch, 23. Januar 2019, im Würth Haus Rorschach zu sehen.

Stephan Siegrist klettert im letzten Abendlicht die letzte Seillänge auf den Gipfelpilz des Cerro Stanhardt, Patagonien. Das ‚rime ice‘ genannte hat eine Konsistenz wie Rauhreif und ist tückisch zum Klettern, weil es wenig halt bietet. Zusammen mit Thomas Senf und Ralf Weber gelang ihm am 1. August 2012 eine Winterbesteigung des Cerro Stanhardt im Alpinstil.

In seinem neuen Vortrag erzählt Stephan Siegrist humorvolle aber auch schicksalhafte Erlebnisse aus seinem Leben als Extrembergsteiger. Dabei spannt er den Bogen von den frühen Jahren als aufstrebender Kletterer über seine Passion für die sturmumtosten Gipfel in Patagonien, wie er auch in der Eiger-Nordwand noch Herausforderungen findet, bis hin zum jüngsten Projekt am Cerro Kishtwar im Kashmir. 16 Reisen zu den eisbepackten Granitgipfeln in Patagonien hat Stephan Siegrist hinter sich, davon gibt es witzige, aber auch ernstere Anekdoten zu erzählen. Noch häufiger kletterte der gebürtige Berner in der Nordwand seines Hausbergs – dem Eiger. Zusammen mit Thomas Huber und Roger Schäli gelang ihm hier die Zweitbesteigung der Route «Metanoja» von Jeff Lowe. Der inzwischen schwer erkrankte Amerikaner hatte die Route 1991 in einem legendären Alleingang erschlossen. Im zweiten Teil des Vortrages wird es um den wilden Kashmir gehen, wo sich Siegrist in den letzten Jahren viel aufgehalten hat. Nicht nur grosse bergsteigerische Aufgaben sind dort noch zu finden, auch politische Probleme machen Reisen dorthin zur Herausforderung. Im Mittelpunkt steht die Besteigung des Cerro Kishtwar, den Stephan Siegrist zusammen mit Julian Zanker und Thomas Huber im Oktober 2017 als erst viertes Team besteigen konnte. (Text/Bilder: pd explora)

Würth Haus Rorschach ist Rorschacher Echo-Partner.