Was es mit einer gesunden Bauweise auf sich hat

Heute Dienstag, 4. Dezember 2018, wird das Forschungsprojekt der Öffentlichkeit im Rahmen einer Abendveranstaltung ab 17 Uhr im Stadthofsaal Rorschach vorgestellt. Neben den Projektverantwortlichen ist auch der Erfinder und Hersteller von Biosphera Equilibrium, Mirko Taglietti, anwesend. Ausserdem zeigt Yves Schulthess vom Team Swiss Mocean auf, was das alles mit Rudern über den Atlantik zu tun hat. Im zweiten Teil der Veranstaltung kann das Gebäudemodul besichtigt werden. Die Energieagentur St.Gallen ist Zertifizierungs-Zentrum der Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden, Glarus und dem Fürstentum Liechtenstein für die weiterführenden Standards Minergie, Minergie-P und -A, für den Zusatz Eco und die Auszeichnung MQS Bau. Einen Filmbeitrag zur gestrigen Medienkonferenz findet man hier.

Im Rahmen des 20-Jahr-Jubiläums präsentiert der Verein Minergie das Forschungsprojekt Biosphera Equilibrium erstmals in der Ostschweiz. Das moderne Gebäudemodul ist bis am 21. Dezember 2018 zu Gast auf dem Hafenplatz in Rorschach und hat zum Ziel, neue Technologien zu testen, um sie später in konkreten Gebäuden einzusetzen. Nach erfolgreichen Etappen in Locarno und Spreitenbach ist das Gebäudemodul Biosphera Equilibrium auf dem Hafenplatz in Rorschach angekommen. Biosphera Equilibrium ist ein mobiles Gebäudemodul, das nach den Minergie-Standards P-ECO und A-ECO zertifiziert ist und somit höchste Anforderungen an Energieeffizienz, Wohlbefinden, Gesundheit und Nachhaltigkeit erfüllt. Es kann als Zuhause, Schulzimmer oder Büro verwendet werden und beinhaltet verschiedene innovative technologische Lösungen, die auf die Steigerung des Wohlbefindens seiner Nutzenden ausgerichtet sind. Während verschiedener Etappen in der ganzen Schweiz werden unterschiedliche Parameter ständig überwacht, die Aufschlüsse über Komfort und Energieeffizienz liefern.

Energetisches Vorbild
Das Gebäudemodul besticht durch beste Energieeffizienz, seinen hohen Autarkiegrad und sein regeneratives Innenraumklima. Dafür sorgt eine bis zu 40 Centimeter starke Wärmedämmung in Dach, Fassade und Boden. Die Fenster aus Holz mit einem äusseren Metallrahmen sind 3-fach verglast. Bei Minergie sind das höchste Qualitätsanforderungen an die Gebäudehülle. Neuste Photovoltaik-Module auf dem Dach und an den Fassaden produzieren pro Jahr rund 8000 Kilowattstunden Strom. Demgegenüber verbraucht das Gebäudemodul – je nach Nutzung – rund 2000 Kilowattstunden Strom. Die mit Salz betriebene Batterie der neusten Generation speichert einen Teil des produzierten Stroms. Der Autarkiegrad ist entsprechend hoch und nur während weniger Tage im Jahr muss Strom vom Netz bezogen werden; ideale Voraussetzungen für eine Kombination mit einem Elektroauto. Die Steckdose zum Tanken ist selbstverständlich vorhanden.

Der Natur nachempfunden
Der Innenraum ist nach neuesten Forschungserkenntnissen gestaltet. So wird eine Atmosphäre im Innenraum nachgebildet, wie sie in der Natur und speziell im Wald vorkommt. Denn dort ist die Regeneration für Menschen erwiesenermassen besonders hoch. Es geht um Tageslicht, gute Luft, das Schallempfinden im Raum, die Aussenhülle, die vor Lärm schützt, äusserst angenehme Raumtemperaturen und die Wahrnehmung durch unsere Sinne ganz allgemein. Zwei Beispiele: Das Arvenholz weist entspannende Eigenschaften auf das menschliche Herz-Kreislaufsystem auf und fördert die Schlafqualität. Eine Deckenleuchte mit modernster LED Technologie bildet das Spektrum, die Helligkeit und den Tagesverlauf des Sonnenlichts ab – als ob draussen die Sonne schiene.

Biosphera Equilibrium auf dem Hafenplatz in Rorschach
Biosphera Equilibrium kann bis zum 21. Dezember 2018 in Rorschach und danach vom 24. Dezember bis am 13. Januar 2019 in Airolo (TI) besichtigt werden. In Rorschach wird das Gebäudemodul während drei Wochen als Arbeitsplatz genutzt. Es steht allen Interessierten von Montag bis Samstag jeweils von 10 bis 17 Uhr zur freien Besichtigung offen. Die anwesenden Fachleute informieren zum Forschungsprojekt und zu wechselnden Tagesthemen.

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