Vollscheisse – und das mitten in Rorschach

Heute wurde in Rorschach ein Raubüberfall verübt. Verletzt wurde dabei niemand. Details folgen.




8 Kommentare zu "Vollscheisse – und das mitten in Rorschach"

  1. Das Wort «Vollscheisse» verletzt mein Sprachgefühl und ist einem Journalisten unwürdig. Als ehemaliger Redaktor und Anwärter auf verschiedene Karrieren wie Stadtrat usw. sollte man sich nicht so gehen lassen. Jetzt wo einmal etwas passiert ist in seinem Rorschach hat Res total versagt. Er, der alle Geschäfte kennt und tagtäglich durch sein Rorschach pilgert, ist nicht in der Lage Hintergrundinformationen zu liefern die andere nicht haben. Nur ein paar Fotos vom Morgenspaziergang und jede Menge Werbung genügt nicht. Wenn man als Frühpensionär genügend Zeit hat, dann könnte man auch einmal selber recherchieren und sich hinsetzen um einen eigenen Bericht zu schreiben und nicht nur Tagblatt und 20Minuten kopieren. Die kann ich auch selber lesen. Als ehemaliger Rorschacher bin ich enttäuscht vom Rorschacher Echo. Ich glaube auch kaum dass hier viele Auswärtige mitlesen, denn ausser Werbung für Lokale und Geschäfte gibt es nichts wirklich Interessantes über Rorschach zu erfahren. Die Begeisterung für diese Seite basiert wahrscheinlich darauf, dass hier jeder praktisch gratis eine Werbeplattform findet. Aber interessiert das jemand ausserhalb?

  2. Kai Ahnig?

    Lieber Kai Ahnig

    vor gut einer Stunde haben wir deinen Beitrag diskutiert.

    Tja – „Vollscheisse“ sind solche Vorkommnisse tatsächlich. Kai Ahnig, ob du noch in Erinnerung hast, als Rorschach mit vielen Negativzeilen in der ganzen Schweiz herumgereicht wurde – als Drogennest, als Sozialfallstadt, als grössenwahnsinnige Helden vom Berg einen Superhotel für 1000 Gäste in den See stellen wollten und Rorschach so lächerlich machten.

    Tatsächlich Vollscheisse, wenn Rorschach nur deswegen es in die Blickzeilen schafft.

    Und übrigens: Kai Ahnig, warum die KAPO die Hintergrundinformationen nicht selbst lieferte. Sie wird wohl ihre Gründe haben. Warum Res also mehr liefern sollte als die Polizei, weiss ich nicht, anders gesagt: Kai Ahnig warum er das nicht macht.

    Wie schon mal im Tagblatt geschrieben: Das Rorschacher Echo leistet Stadtchronik in bester Manier und aussergewöhnlicher Qualität.

    Kai Ahnig, warum das viele nicht bemerken.

    • Lieber Daniel Gmür

      Es musste leider sein, da ich in Rorschach aufgewachsen bin und die Stadt sehr wohl kenne. Unter einer Stadtchronik stelle ich mir einfach etwas anderes vor als nur Veranstaltungen und Werbung. Ich habe Res am Klauseinzug beobachtet, als er mit einer grossen Kamera herumturnte. Die veröffentlichten Fotos haben mich nicht überzeugt. Res ist kein begnadeter Fotograf und einfach zu faul um die Bilder nachzubearbeiten. Das ist schon mal kein brauchbarer Beitrag für das historische Erbe. Textlich liefert er auch nichts Eigenes. Alles ist kopiert und verlinkt. Aber da es ja freiwillig ist das Rorschacher Echo anzuschauen, braucht sich niemand Sorgen zu machen wegen meiner Kritik. Denn solche kann nur von aussen kommen. Wer in Rorschach möchte es schon mit Res verderben? Allein schon die unfreiwilligen Produktplatzierungen in den Fotos sind bares Geld wert. Ich weiss sowieso nicht ob und wer für was bezahlt z.B. bei einem Schaufensterfoto. Eigentlich macht es Res Lerch ganz schlau. Schöne Festtage! Vielleicht singt ja die Tochter des Stadtpräsidenten irgendwo im Karaoke. Die singt nämlich besser als der Res schreibt.

      • Lieber Kai Ahnig

        Wenn der Glühwein richtig süchtig macht
        dass beinah die Lederhose kracht
        Schreiber ohne Ahnung ätzend sich an Sachen reiben
        Tiraden zeilenweise anonym ins Weisse schreiben
        dann ist sicher Weihnachtszeit
        wo sich männiglich an Hohl erfreut
        manchmal darob Stil und Anstand leicht vergisst
        ehe sich der Lärm im Nichts *verpixxt…

        Dir zur Freude sei gesagt
        heute(!) gibt es Bilder – nachbehandelt
        Orginale nur ganz leicht verschandelt
        die Konturen an den Rändern deutlich abgenagt

        Und schon ist der neue Ball gelegt
        der die Faulheit ganz genau belegt
        ach herrje, es sei fragt
        hat er nun auch hier versagt?

        Oder ist in diesem Male
        in diesem Fall
        im Fall
        das am Ende eine Falle?

        Frohe Weihnachten!

        *sollte mit diesem Ausdruck das Sprachgefühl verletzt worden sein, so war das möglicherweise nicht ganz unbeabsichtigt.

        • Lieber Daniel Gmür

          In Deinen Zeilen spiegelt sich eine gewisse Hilfslosigkeit. Ein älterer Herr ist wütend geworden, darob sich einer erdreistete Kritik zu üben an seinem Werk, das ihn bewahren sollte vor dem Versinken in die Bedeutungslosigkeit. Mit 62 sollte man eigentlich noch einer geregelten Arbeit nachgehen können, aber das ist leider heute nicht mehr immer möglich. Die Idee mit dem Rorschacher Echo ist nicht per se schlecht, nur sollte sie der Sache dienen und nicht der Person. Das sich Res im Krankenbett fotografieren liess als man ihm mit der Kanone in den Kopf geschossen hat, zeigt einen gewissen Hang zur Selbstinszenierung. Mir wäre sowas eher peinlich. Ich habe auch nicht «in die Tasten gehauen» sondern nur dem Res eins ans Bein. Und ich finde nicht dass man sich in Kommentaren «duellieren» sollte. Es soll ja Überlebende geben. Das nur zu Res‘ Schreibstil im Zwischentext zu seinem Bericht der so etwas wie eine Flucht nach vorne ist. Die etwas überbearbeiteten Fotos als Reaktion auf eine anonyme Kritik sind vielleicht nicht so klug, aber ein Lichtblick. Foto-Huwi wird ihm sicher helfend unter die Arme greifen. Es ist mir schon klar, dass so eine Kritik wehtut, aber wenn man in der Öffentlichkeit steht darf nicht gleich beleidigt sein und dies noch zeigen. Die Souveränität über den Dingen zu stehen kommt aus der Ruhe die man bewahrt. So gesehen ist auch Dein Gedicht Daniel nicht die optimale Antwort als Beschützer von Res.
          Was ich noch vergessen hatte zu erwähnen in Zusammenhang mit Rorschach und seinem Aufstieg aus dem Sumpf, ist das hässliche Haus Würth am See. Das werde ich Rorschach nie verzeihen. Und in puncto Sicherheit gab es schon schlimmere Zeiten als das was Du erwähnt hast. Als nämlich noch die altehrwüdige Feldmühle bestand gab es gegen Goldach hin ein Lagerhaus, da wurde offen auf einer Rampe Nitrocellusose (Schiessbaumwolle) in Fässern gelagert. Im Sommer mussten die mit Wasser gekühlt werden. Da müssen wir doch dankbar sein, dass es Rorschach überhaupt noch gibt.

  3. Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann. Wenn ich ganz ehrlich bin, hat mir die vom Res gewählte Überschrift „Vollscheisse“ auch überhaupt nicht gefallen und ich habe mich ebenfalls daran gestossen. Einem erfahrenen Journalisten und Stadtblogger darf ein solches Missgeschick eigentlich gar nicht passieren. Es geht aber auch nicht, ihn deswegen nun völlig fertig machen und ihn als quasi „Trottel von Rorschach“ bezeichnen zu wollen. Lassen wir dem Res nun über die Weihnachtsfeiertage etwas Zeit, um in sich zu gehen sowie über sein Handeln im zu Ende gehenden Jahr nachzudenken. Vielleicht sieht er ja seinen Fehler ein, entschuldigt sich nachträglich noch bei seinen Lesern und wählt in Zukunft die Titel zu seinen Berichten mit ein bisschen mehr Taktgefühl aus. Schöne Weihnachten!

    • Ich finde nicht, dass sich Res für die «Vollscheisse» entschuldigen sollte. Er hat ja niemanden beleidigt. Wenn man von Schleimern umgeben ist die einem aus eigenem Interesse huldigen, bleibt man in der Selbstzufriedenheit gefangen. Res wird aus dieser Weihnachtsgeschichte geläutert hervorgehen und das Rorschacher Echo wird sich weiterentwickeln. Das Problem mit der sprachlichen Kompetenz der Whatsapp- und Twitter-Gesellschaft ist bekannt und auch die Polizei hat gemäss neuesten Berichten Mühe mit der «verbalen Intelligenz» der Bewerber. Ich kann das sprachliche Niveau von Res schlecht einschätzen. Es kann sein, dass er sich wie im Boulevardjournalismus üblich dem Niveau seiner Leser annähern möchte um als einer von ihnen wahrgenommen zu werden. Das würde ich aber nicht empfehlen. Der Schreibstil sollte sich von der Masse abheben. Res hat genügend Möglichkeiten mit seinen «Kunden» perönlichen Kontakt zu pflegen. Wenn ich da so die Titel im Rorschacher Echo durchblättere lese ich Showdown, toppen, Vollscheisse… Anglizismus und Stammtisch-Ausdrücke gehören nicht in eine Stadtchronik. Auch renommierte Internetportale bekunden schon vielfach Mühe in der richtigen Wortwahl für die Schlagzeilen und die Texte. Da ist die neue Generation mit ihrer eigenen Sprachkompetenz schon heftig am werkeln. Die Printmedien stechen da noch mehrheitlich positiv hervor, abgesehen vom Blick mit seinen Wortspielen die zum Fremdschämen sind. Man sieht einfach auf den ersten Blick, wenn ein Text einfach so oberflächlich hingefetzt wurde. Es geht auch nicht darum, Res fertig zu machen, sondern ihm seine Vorbildfunktion nahezulegen die er als ehemaliger Redaktor hat. Gegen anonyme Kritik kommt man nur mit Kompetenz an. Den Kommentator mit Schimpf und Schande einzudecken ist reine Zeit- und Energieverschwendung. Dein Kommentar D.Federer hat mir sofort gut gefallen, in Darstellung und Sprache.

  4. Es ist jetzt langsam dafür Zeit, einen Contrapunkt zu setzen.
    Kai Ahnig. masst sich deshalb nicht an, Herrn Lerch als faul zu bezeichnen.

    Er distanziert sich auch von überheblichen Qualifizierungen, die Herrn Lerch u.a. in die Nähe eines Schülers (Nachhilfeunterricht in Sachen Fotografie) rücken.

    Der Kontrapunkt distanziert sich auch davon, das personelle Umfeld von Herrn Lerch unisono als „huldigende Schleimer“ zu bezeichnen und Herrn Lerch zu unterstellen, er hätte das Rorschacher Echo nur deswegen ins Leben zu rufen, „damit er nicht in der Bedeutungslosigkeit“ versinke.

    Kai Ahnig. setzt sich dafür ein, dass auch ohne Netiquette ein angemessener Umgang gewahrt bleibt.

    Kai Ahnig. widersetzt sich auch, Herrn Lerch als „Versager“ zu bezeichnen oder ihm unterschwellig Erwerbsuntätigkeit und ihm im gleichen Atemzug Einkunftsstreben mit dem Rorschacher Echo vorzuwerfen.

    Seine Anonymität begründet Kai Ahnig damit, dass er ansonsten mit Klagen zu rechnen hätte. Das hat er.

    Alles in allem entsteht der Eindruck, dass Kai Ahnig ein Privatscharmützel führt, unter dem Deckmantel einer quasi-intellektuellen G(B)elehrsamkeit und alleinig beanspruchten Deutungshoheit über die Qualität und Entwicklung des Rorschacher Echo im allgemeinen und über die Fähigkeiten und den Charakter von Herrn Lerch.

    Und das geschieht alles in derart unverschämten Weise, dass einem das unweigerlich mehr an einen arroganten „Schnudderbueb“, denn an einen „gestandenen Rorschacher“ erinnert.

    IP sei Dank.

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