Etwas Anstand wäre schon angebracht…

Vor rund einem Monat hat der neu gegründete Verein „Rorschach bewusster wahrnehmen“ dem Stadtrat das Fotobuch „Rorschachs Barrieren konkret gewartet“ gartis zukommen lassen (nur zur Erinnerung: Im Buchhandel zahlt man für diesen Bildband 60 Franken). In diesem Fotobuch zeichnet ADDA ADDA anhand konkreter Beispiele auf, wie sich die Stadt Rorschach auf attraktive und wahrscheinlich einzigartige Art und Weise mit der „Barrierenproblematik“ auseinandersetzen könnte (vgl. Blogeintrag vom 16. April). Der Verein hat bisher keine Silbe aus dem Rathaus gehört. Kein Dankeschön für den Bildband. Kein Dankeschön für das Aufbereiten einer ganz speziellen Idee. Nichts. Rein gar nichts. Nach Mailrücksprache ist es ADDA ADDA genau gleich ergangen. Absolute Funkstille. Anstand kann man bekanntlich ab einem gewissen Alter nicht mehr lernen. Entweder man hat ihn oder eben nicht. Fehlender Anstand ist für eine Behörde beschämend, und das Ausbleiben einer Reaktion auf einen konstruktiven Vorschlag zur Steigerung der Attraktivität unserer Stadt wirft ein schales Licht auf das Kommunikationsverständnis des Rorschacher Stadtrats. Nur nebenbei: Der ADDA ADDA-Vorschlag, fixe Plakatständer als Forum für Freilicht-Wechselausstellungen mit Themen der Stadt einzurichten, fand in anderen Gemeinden des Bodenseeraums Beachtung.
Der Verein „Rorschach bewusster wahrnehmen“ wartet weiter auf eine Reaktion aus dem Rorschacher Rathaus. Und bereitet ein nächstes Projekt vor. Der Stadtrat hat zwei Möglichkeiten: Entweder kreative Auseinandersetzungen mit Rorschach totzuschweigen – oder über den Schatten springen und eine Reifeprüfung der ganz besonderen Art abzulegen.




1 Kommentar zu "Etwas Anstand wäre schon angebracht…"

  1. Eine Zusammenarbeit mit der Bodensee Zeitung? Meiner Meinung nach längst überfällig gewesen!! Wer sich über Rorschach informieren möchte, hat bisher mit diesen Platformen die beste Wahl getroffen. Gratuliere!!

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