Das Rorschacher Wort zum Sonntag: Schreiben statt schweigen

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Mein Blog, so ist zu hören, sei negativ. Negativ sei, dass er ständig kritische Beiträge enthalte. Einzelne sagen: immer nur kritische Beiträge – und vergessen dabei, dass dieser Blog auch Lob und auch konstruktive Vorschläge enthält.
Ist Kritik an sich etwas Negatives? Es gibt Leute, die das so sehen. Vielleicht, weil sie die Bretter, die sie als Bühne für ihre politischen Auftritte als alleine selig machend erachten, direkt vor ihren Köpfen trgen. Solche Leute scheint es in Rorschach zu geben. Und sie laufen Gefahr, die Träger jener politischen Mistsäcke zu schlagen, die sie als Politiker selbst einbrocken und den Rorschacher Bürgerinnen und Bürgern öffentlich aufbinden.
Das Positive an meinem Blog ist vielleicht, dass er die Möglichkeit zur Veröffentlichung von Kritiken an meinen Kritiken anbieten. „Kommentare“ anklicken und eine Stellungsnahme schreiben. Ja, schreiben statt schweigen. Denn die Kommentare – ob „positiv“ oder „negativ“ – zu meinen Beiträgen werden in diesem Blog nicht unter den Teppich gekehrt. Man ist sich da in Rorschach ja auch anderes gewohnt.
Mich würde freuen, wenn in diesem Blog ein reger Austausch von Argumenten stattfände. Ein argumentloses Etikett mit der Aufschrift NEGATIV ist weder ein konstruktiver Beitrag zu diesem Blog noch ein Zeichen von Dialogbereitschaft. Unterschiedliche Standpunkte können sich nur durch einen lebendigen Meinungsstreit annähern. Ohne Bewegung bleibt Aufschwung ein leerer Begriff. Und genau das wird wohl niemand wollen.
Das Bild stammt aus unserem Garten und hat keinen Bezug zu diesem Text. Es ist der Müttern von Rorschach gewidmet. Heute ist schliesslich Muttertag!




1 Kommentar zu "Das Rorschacher Wort zum Sonntag: Schreiben statt schweigen"

  1. Stefan Millius | 10. Mai 2010 - 11:17 um 11:17 |

    Dranbleiben. Solange sich jemand äussert, egal ob positiv oder negativ, hat Dein Blog Relevanz. Und das zählt. Wenn sich niemand mehr äussert, ist es offensichtlich allen egal, was hier geht, und das ist der Moment, in dem es den Blog nicht mehr braucht.

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