Dauerbrenner Kornhaus

Heute, am 17. März, berichtet das Tagblatt auf seinen Rorschacher Seiten darüber, dass die Museumsgesellschaft Rorschach sich an ihrer Hauptversammlung im Mai zu einem kulturhistorischen Verein umwandeln wolle. Grund dafür sei, dass die Museumsgesellschaft ihr Projekt „Granopolis“ im Dezember vergangenen Jahres aufgegeben habe „nachdem klar geworden war, dass die Stadt Rorschach die Erneuerung des Kornhauses in den nächsten Jahren nicht nachgehen wird.

Legt die Stadt Rorschach die Erneuerung ihres Kornhauses tatsächlich auf Eis? Im Geschäftsbericht 2009 stellt der Rorschacher Stadtrat unter seinen „Zielsetzungen 2010“ auf Seite 11 bezüglich des Kornhauses fest: „Neue Nutzung und Umgestaltung als stadteigenes Projekt unter Einbezug öffentlicher und/oder privater Nutzer/Partner. Zukunft des bestehenden Museums klären.“ 2009 haben gemäss Geschäftsbericht „weitere Gespräche mit möglichen privaten/öffentlichen Nutzern auch unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit stattgefunden.“ Über diese Gespräche, resp. über deren Inhalte, hat die Rorschacher Öffentlichkeit nichts erfahren. Für dieses Jahr vorgesehen hat der Stadtrat: „Je nach Ergebnis der Gespräche mit möglichen Nutzern: Entscheid über Projektstart oder Projektaufschub.“

Wetten, dass das unbekannte Ergebnis über die unbekannten Gespräche im aufschwingenden Rorschach den jahrzehntelangen Aufschub der Kornhausprojekte fortsetzen wird? Und stimmt’s, dass gemäss Website der Stadt Rorschach das Kornhaus das eigentliche Wahrzeichen der Stadt Rorschach ist? Jedenfalls stimmt’s, dass gemäss www.rorschach.ch das geschlossene Museum im Kornhaus geöffnet ist – aber nur noch auf Anfrage für Gruppen ab zehn Personen, „da sowohl im Kornhaus wie auch im Museum grössere Erneuerungsarbeiten anstehen.“

Das hier zu sehende Bild unseres Kornhauses „ist bearbeitet und entspricht nicht der Realität…“